Oh Gott, Gitti hat den Kärcher entdeckt… Ursprünglich war gedacht, dass wir damit die Holzdinger aus dem Turmbad mal abspritzen, haben wir heute auch getan. Aber nun gibt es kein Halten mehr: „Das Glasdach beim blauen Haus werde ich auch kärchern, und den Küchenboden müsste man auch mal, und denk dir nur, wie schön die alten Eichendielen aussehen würden, wenn man die mal kärchern würde. Ich spritz jetzt erst mal den Boden im Turmbad ab.“ „Waaas? Mit dem Kärcher? Im Innenraum?“ „Das geht schon.“ „Also, ich weiss ja nicht…“ „Geh weg, ich muss da jetzt kärchern!“ Schaudernd hab ich mich abgewandt. Gitti und der Kärcher sind innert kürzester Zeit ein untrennbares Team geworden. Rolf hatte da auch gleich Vorschläge, wo noch gekärchert werden muss, Rolf und Gitti waren sich ausnahmsweise sofort einig, da muss gekärchert werden!
Frank und ich (das übliche „Frank und ich“, also Frank) haben den Mäher wieder hinbekommen. Ab Montag kann ich dann mähen gehen. Birgit und Verena waren an anderer Stelle mit der Bekämpfung der grünen Hölle beschäftigt, sie haben eine ausser Kontrolle geratene Hecke beim blauen Haus zurück geschnitten:
Rolf, Stephan und Valentin haben den Kamin beinahe fertig gemauert. Sie verlangten nach einer Schalung, damit sie eine Zementplatte für den Kamin giessen konnten, und als ich eine Spanplatte holen wollte, sass da eine alte Bekannte drauf. Schecki. Die Katze die vor Jahren zur Nachbarin abgewandert ist. Ich erkannte sie nicht sofort, und ging Rolf und Gitti holen: „Da sitzt eine zerzauste Katze auf den Spanplatten, die sieht ein bisschen aus wie Schecki.“ Rolf: „Das ist Schecki!“
Gitti hat sie dann mit einer Leiter nach unten geholt, wir befürchteten, dass sie sich verletzt hatte oder sowas, aber nichts dergleichen, sie war bloss zerzaust. Wir haben sie dann erstmal gefüttert und gebürstet und ihr eine Flohpille gegeben, und Gitti hat ihr ein Körbchen mit Kissen auf die Spanplatten gelegt. Das ist jetzt Scheckis Adlerhorst, sie scheint wieder eingezogen zu sein. Die alte Zauseltante.